
Endlagerung radioaktiver Abfälle
Schon mit dem Ausdruck „Endlagerung" beginnt die erste Lüge.
In Wirklichkeit ist dieses strahlende Geschenk an alle folgenden Generationen ein „Lager ohne Ende", da in Anbetracht der teilweise unvorstellbaren Halbwertszeiten ein Ende nicht absehbar ist. So hat beispielsweise der langlebigste Stoff, Uran 238, eine Halbwertszeit von 4.4 Milliarden Jahren - eine Zeitspanne die länger ist als das Alter dieses Planeten.
Da der Atommüll über Jahrtausende weiterstrahlt und niemand sagen kann, wie sich die Gesteinsformationen in einem solchen Zeitraum verändern, ist eine Prognose über die Sicherheit eines Endlagers reine Rätselraterei. Es kann also höchstens behauptet werden, die Endlagerung sei theoretisch gelöst. Doch eine Theorie über eine mögliche Lagerung nützt uns genausoviel wie die einst aufgestellte Theorie, es würde höchstens alle 10'000 Jahre ein Atomkraftwerk in die Luft fliegen.
Müssen wir nun warten, bis sich die Endlager-Theorie auf die gleiche Art widerlegt wie die Kernschmelz-Theorie durch Tschernobyl?
Atommüll den Russen
verschachern?
Wie verantwortungsbewusst
und ehrlich die Atomindustrie ist, zeigte ein streng vertrauliches Dokument,
das Ende 1998 auftauchte. Gemäss diesem Protokoll führte die
Schweizer Atomindustrie mit Russland Verhandlungen, ob sie unseren ganzen
Atommüll gegen gute Devisen in den Ostblock karren können. Beide
Seiten waren sich bewusst, dass es weder nach Schweizerischem noch nach
Russischem Gesetz erlaubt war, solche "Geschäfte" zu machen. Aber
die Atomindustrie wird darauf vertraut haben, dass sie "ihre" Politiker
schon soweit kriegen würde.
Dieser Skandal zeigt, dass selbst die Atomindustrie sich langsam im klaren wird, dass eine Endlagerung im Wellenberg weder sicher noch finanzierbar ist.