
Atomausstieg:
Worauf warten wir noch?
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Im 20. Jahrhundert begann
die Wissenschaft mit dem Vorstoss ins Innerste der Materie. Das Atom wurde
zertrümmert. Es war eine Zertrümmerung im weitesten Sinn. Sie
brachte der Menschheit die Möglichkeit der Selbstzerstörung zu
Bewustsein. Der äusserste Grad von Allmacht war erreicht -in einem
perversen, unvorhergesehenen Sinn.
(Heinrich Jaenecke)
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Tschernobyl ist ausgestiegen,
Harrisburg ist ausgestiegen, alle anderen Atomreaktoren versuchen immer
wieder, auszusteigen - brauchen wir wirklich noch mehr Argumente ?
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Die Kernschmelzen von Tschernobyl
und Harrisburg haben bewiesen, dass hundertprozentige Sicherheit in Atomkraftwerken
eine Illusion ist.
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Unzählige Störfälle in Atomkraftwerken haben das Vertrauen in die Atomindustrie erschüttert.
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Die Atombomben in Hiroshima und
Nagasaki haben gezeigt, dass Atomwaffen eine furchtbare Zerstörungskraft
haben, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt.
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Die Wiederaufarbeitungsanlage
in Sellafield leitet jährlich 230 Millionen Liter schwachradioaktive
Abwässer in die irische See und haben eine zehnfach höhere Kinderleukämierate
als im Landesdurchschnitt..
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Im Meer haben sich unterdessen
tausende von Tonnen radioaktiver Müll angesammelt. Der Müll liegt
in rostenden Fässern irgendwo am Meeresgrund und niemand kann sagen,
welches Fass wann zerbirst.
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Atomwaffen bedrohen die Welt.
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Veraltete Atomwaffen (z.B. russische
U-Boote) drohen, ausser Kontrolle zu geraten.
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Tausende Tonnen Atommüll
warten auf eine „sichere" Endlagerung, die jedoch niemals gewährleistet
werden kann.
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Die Zwischenfälle im schnellen
Brüter von Monjou (Japan) im Dezember 1995 haben uns gezeigt, dass
die Atomindustrie nicht einmal davor zurückschreckt, Videobänder
zu fälschen und die Bevölkerung an der Nase herumzuführen.
Seit Tschernobyl wissen
wir,
dass die Apokalypse auch ohne
Krieg möglich ist.
(Heinrich Jaenecke)
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Dass die gesamte Atomindustrie
eine tickende Zeitbombe ist, wird langsam allen klar und lässt sich
auch durch die hartnäckige Lügerei der Atomlobby nicht unter
den Teppich kehren.
AKW Störfälle und Unfälle
Alternative zu Atomenergie: Erneuerbare Energien
