Was ist (Gen)Ethik?

Die ganze Welt spricht von Ethik und Moral und glaubt auch, dies zu praktizieren. Betrachtet man die Geschehnisse rund um diese Thematik, so wird schnell klar, dass unsere Vorstellungen von Ethik mehr als fragwürdig sind.
Das Problem liegt darin, dass der moderne Mensch den Begriff Ethik mit dem Verstand definiert anstatt mit dem Herzen.

So wurde beispielsweise die Folter und das Verbrennen auf dem Scheiterhaufen während der Inquisition damit gerechtfertigt, dass die betroffene Person von einem Dämon besessen sei und nur dieser die Schmerzen der Folter spüre. Unter diesem Gesichtspunkt war es natürlich moralisch einwandfrei, einen Dämonen zu foltern. Hätte man damals seine Moralvorstellungen mit dem Herzen anstatt mit dem Verstand aufgestellt, wären solche Greueltaten nicht möglich gewesen. Spätestens beim Anblick eines schreienden, gemarterten Menschen müsste es einem das Herz zerreissen, es sei denn, man hat eine Moralvorstellung, die die eigenen Gefühle überdecken vermag.

Auch die Problematik der Tierversuche lassen sich zwar verstandesmässig in ein Ethikgewand stecken, ändern jedoch nichts daran, dass hier einem fühlenden Lebewesen bewusst grausame Qualen zugefügt werden.
So ist das, was heutzutage Ethik und Moral genannt werden, nichts anderes als der verlogene Versuch, das zu rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen ist. Der Zweck heiligt die Mittel.

Unter diesem Deckmantel wird alles legitim: Krieg, Folter, Tierversuche, Euthanasie, ja selbst die Atombomben von Hiroshima wurden so legitimiert. Der Krieg wurde schliesslich so beendet - aber zu welchem Preis?