
Genschutz-Initiative
Genschutz-Initiative
Bundesverfassung Artikel
24decies
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Der Bund erlässt Vorschriften
gegen Missbräuche und Gefahren durch genetische Veränderung am
Erbgut von Tieren, Pflanzen und anderen Organismen. Er trägt dabei
der Würde und der Unverletzlichkeit der Lebewesen, der Erhaltung und
Nutzung der genetischen Vielfalt sowie der Sicherheit von Mensch, Tier
und Umwelt Rechnung.
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Untersagt sind
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Herstellung, Erwerb und Weitergabe
genetisch veränderter Tiere;
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die Freisetzung genetisch veränderter
Organismen in die Umwelt;
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die Erteilung von Patenten für
genetisch veränderte Tiere und Pflanzen sowie deren Bestandteile,
für die dabei angewandten Verfahren und für deren Erzeugnisse.
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Die Gesetzgebung enthält Bestimmungen
namentlich über
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Herstellung, Erwerb und Weitergabe
genetisch veränderter Pflanzen;
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die industrielle Produktion von Stoffen
unter Anwendung genetisch veränderter Organismen;
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die Forschung mit genetisch veränderten
Organismen, von denen ein Risiko für die menschliche Gesundheit und
die Umwelt ausgehen kann.
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Die Gesetzgebung verlangt vom Gesuchsteller
namentlich den Nachweis von Nutzen und Sicherheit, des Fehlens von Alternativen
sowie der Darlegung der ethischen Verantwortbarkeit.
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Was verlangt denn die
Genschutz-Initiative?
Freisetzungsverbot für
genmanipulierte Organismen:
Freisetzungen sind Missstände,
die mit heutigem Recht erlaubt sind, jedoch unvorsehbare Gefahren bergen.
Bis zum heutigen Tag gibt es nicht eine Langzeitstudie, welche die Ungefährlichkeit
solcher Freisetzungs-Experimente belegen würde. Sollte es in diesem
Bereich eines Tages zu einer Katastrophe kommen, so kann sie niemand mehr
rückgängig machen.
Verbot transgener Tiere:
Abgesehen davon, dass wir
aus den Erfahrungen von Tierversuchen wissen, dass die meisten daraus gewonnen
Resultate nicht auf den Menschen übertragen werden können, ist
die „Erschaffung“ von kranken Tieren auch ethisch nicht zu verantworten.
Patentierungsverbot:
Es ist mir überhaupt
schleierhaft, wie jemand auf die abartige Idee kommt, ein Patent auf eine
bestimmte Lebensform anzumelden. Wer ausser Gott hat das Recht auf eine
Tier- oder Pflanzenart? Patentierung auf Leben ist nicht nur ethisch eine
absolute Horrorvision sondern führt die Bauern auch in eine Abhängigkeit
(genau darum geht es)!
Was hat uns Gentechnologie
bisher gebracht?
Seit 20 Jahren gibt es Gentechnologie
doch was hat sie bis heute gebracht? Nutzpflanzen die gegen Spritzgift
immun sind (herbizidresistenz), Fliegen mit 14 Augen, ein krankes Riesenschwein
und Tomaten, die frisch aussehen auch wenn sie alt sind, also nichts was
uns wirklich nützlich wäre.
Um die vorhersehbaren Verluste
dieser Pleite-Entwicklungen aufzufangen, will die Industrie nun zügel-
und schrankenlos alles zu Geld machen, was die Gentechnologie auch immer
manipulieren kann. Die Genschutz-Initiative soll diesem Missbrauch klare
Grenzen setzen und einen vernünftigen und vorsichtigen Umgang mit
dieser Technologie garantieren.
Die einzigen, die durch die
Genschutz-Initiative etwas zu verlieren haben, sind jene multinationen
Konzerne, welche die Schöpfung patentieren und damit ihren Geldbeutel
füllen wollen. Es ist nicht einzusehen, weshalb für die medizinische
Forschung Patente auf Kartoffeln, Soja oder andere Grundnahrungsmittel
nötig sein sollen.
Insellösung oder Chance
für die Schweiz?
Gerade die Genschutz-Initiative
bedeutet für die Schweiz eine grosse Chance, da natürliche
und gentech-freie Lebensmittel von den meisten Konsumenten gewünscht
wird. Gentech-freie Produkte werden sich in Zukunft immer gut verkaufen
lassen und es wäre fatal, wenn wir auch auf diesen Genfood-Zug aufspringen
würden.
Wer unterstützt die
Genschutz-Initiative?
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Aerztinnen und Aerzte für
Umweltschutz (AefU)
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Aerztinnen und Aerzte für
Tierschutz in der Medizin
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Basler Appell gegen Gentechnologie
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Biona
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Bioterra, Schweizerische Gesellschaft
für biologischen Landbau
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EcoSolidar
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Erklärung von Bern, Deutsche
Schweiz
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Europäische Union gegen Missbrauch
von Tieren (EUMT)
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Fach Frauen Umwelt
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Fonds für versuchstierfreie
Forschung (FFVFF)
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Forschungsinstitut für biologischen
Landbau (FIBL)
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Gewerkschaft Bau und Industrie
(GBI)
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Greenpeace Schweiz
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Grüne Partei Schweiz (GPS)
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Grünes Bündnis Kanton
St. Gallen
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Internationale Liga "Ärzte
für die Abschaffung der Tierversuche" (ILÄAT)
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Junger Landesring (JLDU)
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KonsumentInnen-Arbeitsgruppe für
tier- und umweltfreundliche Nutztierhaltung
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Protection/Aerzte gegen Tierversuche
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Pro Natura, Schweizerischer Bund
für Naturschutz
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Rheinaubund
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Schweizer Tierschutz (STS)
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Schweizerische Gesellschaft für
Umweltschutz (SGU)
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Schweizerische Gesellschaft für
ein soziales Gesundheitswesen (SGSG)
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Schweizerische Gesellschaft für
Tierschutz / Pro Tier
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Schweizerische JungsozialistInnen
(JUSO-Schweiz)
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Schweizerische Vereinigung zum
Schutz der kleinen und mittleren Bauern (VKMB)
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Schweizerischer Verband für
Natürliches Heilen (SVNH)
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Sozialdemokratische Frauen der
Schweiz
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Stiftung für Konsumentenschutz
(SKS)
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Swissaid
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terre des hommes
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Tierschutzbund Basel (Bund zum
Schutze der Tiere und Verein gegen Vivisektion)
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Tierschutzbund Zürich
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Verband Tierschutzorganisationen
Schweiz (VETO)
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Verein für Tierrechte
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Verein zur Abschaffung der Tierversuche
(CIVIS Schweiz)
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Vereinigung schweizerischer biologischer
Landbau-Organisationen Bio Suisse (VSBLO)
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Volksgesundheit Schweiz (VGS)
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WWF Schweiz
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Zürcher Tierschutz (ZT)