
Herbizidresistente Pflanzen
Herbizide sind Unkrautvernichtungsmittel. Eine herbizidresistente Pflanze wurde also so manipuliert, dass sie auf vergiftetem Boden wachsen kann. Ein ökologischer Unsinn der Spitzenklasse!
Gen-Soja von Monsanto
Die erste herbizidresistente Pflanze wurde von der amerikanischen Firma "Monsanto" auf den Markt geworfen. Dies ist nicht verwunderlich, ist diese Firma doch einer der Branchenleader in Sachen Herbizide. Die Firma "Monsanto" verkauft seit einiger Zeit das Totalherbizid "Roundup". Ein solches Totalherbizid, auch Breitbandherbizid genannt, ist ein Unkrautvertilgungsmittel, das nicht selektiv einzelne Unkräuter vernichtet, sondern sämtliche Pflanzen radikal abtötet. Der Einsatz eines solchen Pflanzen-Killers musste also sehr vorsichtig geplant werden, um nicht das eigene Saatgut zu beeinträchtigen.
So lag es auf der Hand, dass diese Firma ein Interesse daran hatte, ein Saatgut zu entwickeln, das gegen dieses Gift immun war. So wurde die "Roundup-Ready-Soybean" entwickelt.
Die Firma "Monsanto" wird so
zum Mehrfach-Verdiener. Sie verdient am Herbizid und gleichzeitig am Saatgut.
Ausserdem können sie dank der Patentierung von den Bauern sogar Lizenz-Gebühren
verlangen, wenn diese Samenkörner für die nächste Aussaat
behalten.
Doch mit dem Doppelverdienst
verdoppelt sich auch die Belastung für die Umwelt. Die Immunität
der Sojabohne ermöglicht einen verantwortungslosen Grosseinsatz von
Herbizid, auf der anderen Seite wird das Ökosystem den Risiken eines
ihr fremden und möglicherweise gefährlichen Organismus ausgesetzt.
Betrachtet man einmal die Vertragsbedingungen
zwischen Monsanto und „ihren“ Bauern, so wird schnell klar, weshalb die
Agro-Multis so scharf sind auf Gentechnologie. Diese Bauern, die „Roundup
Ready Soybean“ anpflanzen, müssen der Firma Monsanto während
15 Pflanzen-Generationen Lizenzgebühren bezahlen!
Ausserdem gibt dieser Vertrag
Monsanto das Recht, den bäuerlichen Betrieb regelmässig zu kontrollieren,
und schreibt dem Bauern vor, wann er das Saatgut und die Spritzmittel ausbringen
muss.
Das ist meines Erachtens moderne
Sklaverei, da der Bauer nicht mehr Herr seiner Felder ist sondern nur noch
ein Hilfsarbeiter der Multis!