

L-Tryptophan:
Todesfälle durch
Gentech-Medikament ?
Immer wieder wird man von der Gentech-Industrie mit der Aussage konfrontiert, dass bei gentechnisch hergestellten Zusatzstoffen kein erhöhtes Allergierisiko bestehe, da nicht das Endprodukt selbst genmanipuliert sei sondern nur die Mikroorganismen, die diese herstellen.
Diese Behauptung muss in Frage
gestellt werden:
Im Jahre 1992 erkrankten Tausende
weltweit an der rätselhaften Krankheit EMS (Eosinophilie-Myalgie-Syndrom),
welche sich durch Ausschläge, Verhärtung der Haut und Muskelschmerzen
bemerkbar machte. Es starben sogar 38 Personen daran. Man stellte fest,
dass die Patienten das Schlafmittel „L-Tryptophan“ der japanischen Firma
„Showa Denko“ eingenommen hatten, welches seit Jahren auf dem Markt war,
ohne dass es je solche Symptome ausgelöst hat. Es stellte sich heraus,
dass diese Firma vor kurzem einen genmanipulierten Bakterienstamm einführte,
der effizienter produzieren sollte. Da die Firma gleichzeitig das Reinigungsverfahren
änderte, konnte nie mit Sicherheit bewiesen werden, dass der genmanipulierte
Bakterienstamm schuld war an der Erkrankung, vieles spricht jedoch dafür.
Wenn Bakterien, die eine gewisse Substanz herstellen sollen, gentechnisch
verändert werden, lässt sich nicht ausschliessen, dass sich auch
die von ihnen produzierte Substanz minimal verändert. Leider ist es
so, dass manchmal minimale Veränderungen fatale Folgen haben.
Es wäre dringend notwendig, betreffend solcher Risiken weitere Forschungen zu betreiben, anstatt die Konsumenten und das Ökosystem als Versuchstiere zu missbrauchen. Das Risikopotential der Genmanipulation ist zu gross, um leichtsinnig damit umzugehen.