

Pleiten, Pech und Pannen
Während die Gentech-Industrie hartnäckig behauptet, sie hätten diese sogenannte Technologie im Griff und sie würden die Folgen ihres Handelns wissen, zeigt die Geschichte, dass alles Andere der Fall ist.
Krankes Riesenschwein
Eines der hässlichsten
Kapitel gentechnischer Erfindungskunst ist das berühmte Riesenschwein,
dem man ein menschliches Wachstumshormon eingepflanzt wurde. Das Schwein
war zwar wie erwartet grösser und somit auch ergiebiger, hatte jedoch
eine riesige Anzahl von Schäden, dass es in die Geschichte einging.
Sie hatten eine verdickte
Haut, einen unkoordinierten Gang, schielten, lahmten und waren lethargisch.
Ausserdem litten sie vermehrt an Magengeschwüren, Herz- und Nierenkrankheiten,
Lungenentzündungen und Arthritis.
Ein "kleiner Eingriff" durch
Einbringung eines Wachstumshormon-Gen wurde dieses Lebewesen zum Krüppel
gemacht.
Gentech-Mais tötet
Raupen
Das eidgenössische Forschungsinsitut
für Agrarökologie und Landbau in Zürich entdeckte, dass
der bt-Mais nicht nur für den Maiszünsler giftig war, sondern
auch für die Florfliegenraupe, die ein Nützling ist. Wurde den
Florfliegenraupen Maiszünsler verfüttert, die am Bt-Mais gestorben
waren, krepierten auch die Florfliegenraupen.
Ausserdem deckte die Fernsehsendung
"MTW" auf, dass nicht einmal die toxische Wirkung auf Rehe geprüft
wurde. Spätestens seit der Vergiftung der Rehe durch den 00-Raps wäre
eine solche Prüfung eine Minimalanforderung gewesen.
Fatal an dieser Sache war
weniger diese unerwartete Nebenwirkung als solches sondern die Tatsache,
dass Novartis trotz der angeblichen Sicherheitsmassnahmen und Risikostudien
nichts davon gemerkt haben.
Selbst die EU, die trotz heftigem
Widerstand der Umweltminister den bt-Mais zur Freisetzung zugelassen hat,
konnte diese Ergebnisse nicht ermitteln. So zeigt gerade dieses Beispiel,
wie "gut" die Risikostudien wirklich sind. Scheinbar wurden selbst elementarste
Abklärungen über die Sicherheit unterlassen. Unter diesen Umständen
graut es einem beim Gedanken, wie gut die Wirkung auf andere Lebewesen
und beispielsweise Bodenbakterien abgeklärt wurden.
Gentech-Kartoffel tötet
Marienkäfer
Britische Forscher schleusten
ein Gen in eine Kartoffel, das Blattläuse töten sollte. Zur Überraschung
der Forscher entdeckte man, dass Marienkäfer, die sich von den vergifteten
Blattläusen ernährten, weniger Eier legten und vorzeitig starben.
Verkrüppelte Gentech-Baumwolle
Der amerikanische Agro-Multi
"Monsanto", der die Menschheit mit seinem herbizidresistenten Soja "Roundup-Ready-Soybean"
beglückt, hat nach dem gleichen Strickmuster diverse andere Pflanzen
genmanipuliert. So entstand auch ein "Roundup-Ready-Cotton". Als diese
Gentech-Bauwolle im Jahr 1997 zum zweiten Mal mit dem Totalherbizid "Roundup"
besprüht wurde, fielen plötzlich bei einem Teil der Pflanzen
die teilweise stark verkrüppelten Blüten ohne ersichtlichen Grund
ab. Während "Monsanto" vor einem Rätsel steht und versucht, den
Misserfolg zu bagatellisieren und vertuschen, stehen Schadenersatzforderungen
der Farmer in Millionenhöhe auf dem Tisch.
Gentech-Bakterien vernichten
Weizenpflanzen
Vor einigen Jahren wurden
Bakterien (Klebsiella planticola) genmanipuliert, damit sie aus Holz- und
Pflanzen-Abfällen Alkohol herstellen. Es war geplant, die verbleibenden
Rückstände mitsamt den noch lebenden Bakterien als Dünger
zu verwenden. Zufällig entdeckte die Forschungsgruppe von Elaine Ingham
(Oregon State University, USA), dass die Gentech-Bakterien unerwartete
Auswirkungen auf das Boden-Ökosystem hatten. Sommerweizen, den man
auf diesem verseuchten Boden aussähte, wurde restlos zerstört.
Todesfälle durch Gentech-Medikament?
Im Jahre 1992 erkrankten Tausende
weltweit an der rätselhaften Krankheit EMS (Eosinophilie-Myalgie-Syndrom),
welche sich durch Ausschläge, Verhärtung der Haut und Muskelschmerzen
bemerkbar machte. Es starben sogar 38 Personen daran. Man stellte fest,
dass die Patienten das Schlafmittel „L-Tryptophan“ der japanischen Firma
„Showa Denko“ eingenommen hatten, welches seit Jahren auf dem Markt war,
ohne dass es je solche Symptome ausgelöst hat. Es stellte sich heraus,
dass diese Firma vor kurzem einen genmanipulierten Bakterienstamm einführte,
der effizienter produzieren sollte. Da die Firma gleichzeitig das Reinigungsverfahren
änderte, konnte nie mit Sicherheit bewiesen werden, dass der genmanipulierte
Bakterienstamm schuld war an der Erkrankung, vieles spricht jedoch dafür.
Kleine Manipulation, grosse
Wirkung
Im Jahr 1990 wollten Wissenschaftler
vom Max Planck Institut in Köln (Deutschland) die Farbe von Petunien
rot färben. Dieses Experiment wurde allgemein als einfach beurteilt,
da man sich sicher war, das „Farben-Gen“ lokalisiert zu haben.
Das Resultat war jedoch ernüchternd.
Nicht nur, dass die Blumen nicht die gewünschte Farbe annahmen, sie
wiesen auch diverse Eigenschaftsveränderungen auf, die in keiner Beziehung
zur Farbe stehen. Sie hatten mehr Blätter und Triebe, waren Pilz-resistenter
und waren weniger fruchtbar als die unmanipulierten Pflanzen.
Dieser Fall zeigte einmal
mehr, dass jedes Gen in Beziehung zu beliebig vielen anderen Genen stehen
kann. In Anbetracht davon, dass jedes dieser Gene wiederum in Beziehung
zu diversen anderen Genen stehen, lässt sich erahnen, dass in einem
solchen Netzwerk die Veränderung eines einzelnen Gens eine Lawine
auslösen kann, die das ganze System in ein Chaos stürzen kann.